Altstadt Dresden · Dresdner Neumarkt · Wiederaufbau und Rekonstruktion Quartier VII/2

Rekonstruktionen

Wiedererrichtung und Neubau nach historischen Vorbildern

Ziel des Bauvorhabens ist es, das Quartier VII/2 mit rund 1800 Quadratmetern in städtebaulicher Hinsicht zu einem attraktiven Bestandteil des Dresdner Stadtkerns zu entwickeln und damit für die Belebung der Innenstadt und des Neumarktareal beizutragen. Unter Beachtung stadtgestalterischer, wirtschaftlicher sowie funktionaler Aspekte sind im Wesentlichen die Wiederherstellung von zwei Leitbauten und einer Leitfassade vorgesehen.


Insgesamt plant Michael Kimmerle in seinem Quartier etwa zwölf verschiedene Fassaden. Tatsächlich verbergen sich dahinter vier unabhängig voneinander erschlossene Gebäude. Aus Gründen des Denkmalschutzes werden Balkone in die ruhige Innenhofseite verlegt. Abgeschirmt von den Blicken der Touristen kann man im windgeschützten Innenhof abends gemütlich den Tag ausklingen lassen.


Der südliche Abschluss des Quartiers VII/2 grenzt in seiner Nachbarschaft an den Kulturpalast. Da dort keine historischen Fassaden entstehen, sollen diese im Rahmen eines Architekturwettbewerbes neu gestaltet werden.


Barocke Fassaden entstehen neu

Durch die Rekonstruktion dieser durch den Krieg zerstörten Bauwerke bekommt die Kulturmetropole Dresden ein weiteres Stück seiner Identität, Geschichte und Kultur zurück. Mit dem Wiederaufbau des „Jüdenhof Dresden“ wird nun die Westseite des Neumarktes wieder geschlossen.


Der Bebauung gehen derzeit archäologische Untersuchungen des Landesamtes für Archäologie voraus, die klären sollen, ob unter den Leitbauten eventuell noch interessante Reste des historischen Bestandes erhalten geblieben ist. Solche Bestandteile müssen in die Neubebauung integriert werden.


Leitbauten

Das barocke „Dinglinger Haus“ am Jüdenhof 5, welches 1712 vom Zwingerbaumeister Pöppelmann errichtet wurde, und das „Triersche Haus“ in der Sporergasse 2, ein frühbarockes Wohngebäude für Adlige, welches unter anderem besonders wertvoll aufgrund seines Erkers an der Schössergasse war.


Leitfassaden

Für die Wiederherstellung einer Leitfassade in diesem Teilquartier ist die Rekonstruktion der Fassade des Bürgerhauses 16 auf der Neumarktseite vorgesehen. Das um 1710 errichtete Gebäude „Neumarkt 16“ am Jüdenhof war eine der vielen Werke des Maurermeisters George Haase. Der Fassadenzierrat mit Männerköpfen war typisch für ihn.

Das Dinglinger Haus
Das Dinglinger Haus
Das Triersche Haus
Das Triersche Haus

KIMMERLE GBR
JÜDENHOF
MICHAEL KIMMERLE
RUDOLF KIMMERLE